Warum gute Führung manchmal mit fünf Minuten Nichtstun beginnt.
Ein neuer Beitrag. Eine neue Nachricht. Ein spannendes Video. Schon wieder ein Trend, den Du angeblich nicht verpassen darfst.
Wir wollen informiert bleiben, nichts versäumen, überall mitreden. Und merken dabei kaum, wie sehr uns diese ständige Reizüberflutung antreibt.
Selbstführung
Doch wann hast Du das letzte Mal einfach nichts getan?
Kein Handy. Keine Ablenkung. Nur Du mit Dir selbst.
Klingt einfach? Ist es aber nicht!
Ständig im Außen. Aber wo bleibst Du?
Gerade als Führungskraft bist Du gefordert. Mitarbeitende brauchen Entscheidungen, Gäste erwarten Lösungen, die Geschäftsführung Ergebnisse.
Dazu kommt die digitale Welt, die Dir ständig vermittelt, was Du noch alles wissen, können oder besser machen solltest.
Das Ergebnis? Ein voller Kopf, innere Unruhe und das Gefühl, nie genug zu tun.
Aber wie willst Du anderen Orientierung geben, wenn Du selbst nicht weißt, was Dir wirklich wichtig ist?
Wer ständig nur reagiert, verliert leicht den Blick für das Wesentliche: die eigenen Werte, Überzeugungen und Ziele.
Abstand gewinnen statt ständig reagieren
Manchmal braucht es einen bewussten Schritt zurück. Raus aus dem täglichen Trubel, um das eigene Denken und Handeln mit etwas Abstand zu betrachten.
Frag Dich:
- Was ist mir im Leben wirklich wichtig?
- Welche Werte möchte ich als Führungskraft vorleben?
- Wie möchte ich mit meiner Familie und meinen Mitarbeitenden umgehen?
- Was raubt mir Energie, ohne wirklich wichtig zu sein?
Die Antworten findest Du selten zwischen zwei Nachrichten.
Fünf Minuten Nichtstun. Eine echte Herausforderung!
Mein Vorschlag: Nimm Dir täglich fünf Minuten.
Setz Dich hin. Ohne Handy, Musik oder sonstige Ablenkung. Tu einfach nichts.
Du wirst merken, wie schnell Dein Kopf nach Beschäftigung sucht. Gedanken kreisen, Aufgaben drängen sich auf. Vielleicht wirst Du sogar ungeduldig.
Halte diese Stille aus.
Du musst nichts lösen, nichts leisten, nichts optimieren. Beobachte einfach, was in Dir vorgeht.
Diese kleine Übung kann Dir helfen, wieder bewusster wahrzunehmen, was Dich beschäftigt und was tatsächlich Deine Aufmerksamkeit verdient.
Weniger ist mehr. Auch in der Führung.
Deine Mitarbeitenden brauchen niemanden, der jeden Trend kennt und auf alles sofort eine Antwort hat.
Sie brauchen eine Führungskraft, die weiß, wofür sie steht. Die zuhört, überlegt und klare Entscheidungen trifft.
Denn wer sich selbst besser versteht, kann auch andere bewusster führen.
Deshalb mein Impuls:
Fang bei Dir selbst an. Fünf Minuten täglich. Ohne Erwartungen, ohne Leistungsdruck.
Und beobachte, ob Du mit der Zeit gelassener reagierst, klarer entscheidest und bewusster mit anderen umgehst.
Gute Führung beginnt nicht damit, immer mehr zu tun. Sondern manchmal damit, bewusst weniger zu tun.
Führung beginnt bei Dir.
Wie siehst Du das?
Hältst Du fünf Minuten Nichtstun aus?
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