Frühjahrsputz für Deine Unternehmenskultur!

Wie Deine MitarbeiterInnen Probleme selbständig lösen lernen

 

Um die Unternehmenskultur in Deinem Haus zu pflegen braucht es eine gute Beziehung zu den MitarbeiterInnen. Bau sie auf und pflege sie, damit die richtige Verbindung entstehen kann.

 

‚Verbindung‘ hat auch immer etwas von Verbindlichkeit. Auf beiden Seiten.

 

Unternehmenskultur durch Kommunikation

 

Auf welche Art kommunizierst Du mit Deinem Team?

Woher weiß es was Dir wichtig ist und was nicht?

 

Gibst Du Deine Anweisungen vielleicht hauptsächlich über schriftliche Mitteilungen, wie z.B.

Checklisten… Onboarding-Programme… Whatsapp etc….

Das klingt effizient und zielgerichtet, doch reicht das aus?

 

Die Whatsapp-Nachricht an Deinen Maître (die Dir mitten in der Nacht noch ganz plötzlich einfällt – noch schnell losschicken – was raus ist, ist raus…) – dann wird nichts vergessen und Du kannst Dich mit einem freien Kopf endlich schlafen legen.

Doch sieht das auch Dein Maître so, wenn um 3 Uhr nachts eine Nachricht kommt?

Oder

Du verlässt Dich darauf, dass die Checkliste auch von Deinen neuen Quereinsteigern unmissverständlich abzuarbeiten ist. Denn es ist ja alles genau nachzulesen.

Das klappt leider meist nicht so einfach – denn:

Diese Apps/Listen helfen ergänzend. Als alleiniges Kommunikationsmittel entstehen damit jedoch oft Missverständnisse, die dann mühsam aus der Welt geschaffen werden müssen.

Vor allem bei neuen Mitarbeitern braucht es Kollegen, die unterstützen – eine Liste allein reicht da oft nicht aus.

 

„Wir Menschen lernen Wissen aus einem Buch/einer App/einem Video,

doch unser Verhalten lernen wir von Menschen.“

frei nach Vera Birkenbihl, Stroh im Kopf

 

Mit einer persönlichen Verbindung zu Deinem Team kannst Du eine Kultur der Wertschätzung aufbauen.

Ein alter Klassiker – kennst Du bestimmt – erklärt das so wunderbar: das Eisbergmodell. Mit Checklisten und Whatsapp-Nachrichten etc. bewegen wir uns immer nur im oberen Teil des Eisbergs, der Sachebene.

Ganz einfach gesagt kommen – laut diesem Modell – rein sachliche Infos nur zu max. 20% beim Mitarbeiter an. Für einen erfolgreichen und effektiven Austausch brauchst Du unbedingt die Beziehungsebene.

 

Unternehmenskultur durch Deine Vision

 

Sprichst Du regelmäßig über Deine Vision, Deine Mission, Deine Ziele für Betrieb, Guest Relation und Teamarbeit? Darüber zu sprechen, also auch das Team daran teilhaben lassen, ermöglicht es, dass Deine Mitarbeiter hinter Dir stehen.

Wenn Dein Team weiß, wohin Du willst, den Sinn versteht und Du dementsprechend die Rahmenbedingungen pflegst, wird es Deine Betriebskultur leben und schätzen.

Und wenn Dein Team dann auch noch die Gelegenheit bekommt, sich darüber auszutauschen, entsteht ein wertschätzendes Miteinanderplane dafür auch bewusst Zeit ein.

 

Gelegenheiten, um ins Gespräch zu kommen:

  • Klassische Menübesprechung mit dem Serviceteam
  • Teamsitzungen
  • Abteilungsleitermeeting
  • Gemeinsame Verkostungen
  • Betriebsbesichtigungen bei Produzenten
  • Betriebs-/Abteilungsausflug

 

Studien haben auch gezeigt, dass gerade private Gespräche auf zwischenmenschlicher Ebene helfen, das Team zusammenzuhalten. Damit wird in stressigen Situationen besser und wertschätzender miteinander umgegangen.

 

Vorteile liegen auf der Hand

 

Diese Gesprächskultur zu initiieren und auf allen Ebenen zu ermöglichen braucht Zeit, doch es lohnt sich:

  • Geringere Krankenstände
  • Intensivere Bindung ans Haus
  • Engagierte MitarbeiterInnen
  • Kreative Ideen in einer sich sehr schnell verändernden VUKA-Welt
  • Kontinuierliche Verbesserungsvorschläge.

 

Kultur der Verantwortung

 

Doch geht es hier nicht nur darum, dass die Führungskraft ihre Verantwortung wahrnimmt.

Auch die Mitarbeitenden lernen Verantwortung zu übernehmen und mitzudenken.

 

Hol Dein Team mit ins Boot!

 

Lösungsorientiertes Denken klappt nicht, wenn die Führungskraft alle Probleme aus dem Weg räumt.

 

Stelle darum Deinen MitarbeiterInnen folgende Fragen:

  • Was ist Dein Vorschlag?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Haben wir was übersehen?
  • Was hast Du schon probiert?
  • Wie sollte es stattdessen sein?

 

Und befähige Dein Team, Probleme selbst zu lösen – die Welt dreht sich zu schnell, als dass Du allein immer alles wissen kannst.

 

So baust Du eine Kultur auf, in der sich Deine Leute wohl fühlen. Und wer sich in der Arbeit wohlfühlt, tut es auch in seiner Eigenschaft als Gastgeber. Und das ist es, was Deine Gäste spüren.

 

Gute Zutaten ergeben das beste Menü – genauso ist es auch bei den Mitarbeitern: gute zufriedene Mitarbeiter ermöglichen den besten Service für Deinen Gast – es lohnt sich also darin zu investieren.

 

 

Kultur des Wandels – CHANGE!

 

Habe den Mut klassische Rollenverteilungen im Hotel/Restaurant aufzubrechen – Dich nach den Stärken Deiner MitarbeiterInnen zu orientieren.

 

Wer seine Stärken ausleben und weiter entwickeln kann,  empfindet Lebensfreude und das Gefühl der Selbstverwirklichung – daraus entsteht eine wunderbare Energie, von der auch der Betrieb profitieren kann.

 

Gerade weil alles im Wandel ist, ist es vorteilhaft auch mit Quereinsteigern zu arbeiten. Sie bringen aus ihrem Erfahrungsschatz Erkenntnisse aus völlig anderen Branchen. Nutze dieses Potential, öffne Dich und werde kreativ.

Denk gern auch mal total Quer und schau dazu gerne hier zu folgendem Artikel.

 

Ein wunderbares Beispiel, wie Mitarbeitende ihren Stärken entfalten können und unsere Branche neu gedacht wird, ist in Heidelberg das 5-Sterne Hotel Europäischer Hof – übrigens ein Mitglied der Vereinigung ‚Fair Job Hotels‘. Zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit habe ich hier noch einen Artikel für Dich.

Oder Du lässt die Mitarbeiterzufriedenheit von Woche zu Woche messen…

Damit hast Du die Stimmung schwarz auf weiß  – immer im Blick und siehst sofort, wo Handlungsbedarf ist. Für mich die derzeit beste Methode, um Fluktuation vorzubeugen und das Team an das Unternehmen zu binden.

Wenn Du mehr dazu wissen willst, schau mal rein zu meinem Netzwerkpartner KIBUN.io.

 

Unternehmenskultur muss nicht warten – fang einfach an

 

Schritt für Schritt.

Besser kleine Schritte, die Du leicht umsetzen kannst, als stehen bleiben oder gar zurückgelassen werden.

Hierzu habe ich noch einen inspirierenden Buchtipp für Dich.

 

Unternehmenskultur

Wenn Du Unterstützung beim Onboarding für Dein neues Team benötigst, schau gern in diesen Artikel.

Falls Du Dir mehr Stabilität für Deine Führungsarbeit in dieser unruhigen hektischen Zeit wünschst, dann empfehle ich Dir einen Blick auf meine Coaching-Seite.

Oder kontaktiere mich ganz unkompliziert, wenn Du mich persönlich sprechen möchtest.

 

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